Konstruktivistisches Lernverständnis

Das IPC-Konzept basiert auf einem konstruktivistischen Verständnis des Lernens. Bedeutung kommt hier dem Vorwissen der Lernenden zu und der Veränderung von kognitiven Konzepten. Wichtig ist die Ausbildung von transferierbaren Lernstrategien. Dazu gehören die selbständige Beschaffung und Verarbeitung von Informationen. Konstruktivistisches Lernen basiert auf den eigenen Fragen  und der Konstruktion von Wissen im kommunikativen Prozess. Diese stehen immer im Dienste des Aufbaus professionellen Wissens im Rahmen des Studiums, d.h. der Entwicklung von fachlicher Kompetenz im Studienfach.

Hier spielt die Entwicklung von Projektkompetenz eine bedeutende Rolle. Sie umfasst neben der Entwicklung von Eigeninitiative auch Teamfähigkeit und Kommunikationsbereitschaft in der Gruppe. Bei der Koordination ihrer Projekte und der Arbeit im Team sind die Studierenden immer wieder mit Situationen konfrontiert, die Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz verlangen. Vor dem Hintergrund gruppendynamischer Prozesse müssen die Studierenden ihren „Platz“ innerhalb ihres Teams finden. Reflexion und Evaluation dieser Gegebenheiten und die daraus entwickelten Strategien sollen die Studierende für ihre zukünftigen, beruflichen Projekte vorbereiten. Das alles sind Prozesse, die nicht theoretisch vermittelt werden, sondern durch praktisches Tun direkt erfahrbar sind.


"Active Learning"

Im Sinne des konstruktivistischen Paradigmas lässt sich von "active learning" sprechen. Die Studierenden sollen Verantwortung für ihren Lernprozess übernehmen. Dies gelingt durch Themen, die aktuell, situationsbezogen sind, die Fragen aufwerfen und damit für Studierenden Relevanz besitzen. "Active learning" lässt verschiedene Lernwege zu und öffnet sich kreativen Lernprozessen. Es fördert entdeckende und forschende Vorgehensweisen. Es zielt auf die kritische Auseinandersetzung mit den Lernthemen und fordert die Übertragung des Gelernten auf komplexere oder andere Zusammenhänge. Wichtige Bedeutung kommt der Reflexion des eigenen Lernprozesses zu.

Lehrerrolle

"Active Learning" bedarf der didaktischen Unterstützung. Dabei kommt den Dozent(inn)en die Rolle als Coach oder Lernbegleiter zu, der bei Bedarf inhaltlich-fachliche, methodische und organisatorische Hilfe gibt. Durch die Kombination von Präsenzphasen und Online-Verfügbarkeit der Dozent(inn)en ist eine durchgehende und intensive Betreuung der Studierenden gewährleistet. Jede am Kurs beteiligte Universität stellt jeweils mindesten eine(n) muttersprachliche(n) Dozentin/en und eine(n) studentische(n) Tutor/in zur für die Betreuung zur Verfügung, die für alle Studierenden Ansprechpartner und während der Projektdauer kurzfristig erreichbar sind.